Auf dem ersten Plakat stand eine Schrift, die in keinem Alphabet vorkommt. Frank Domnick hatte den Namen des Lichtenfelser Korbmarkts über einen Werkstatthof gewünscht, und angekommen ist eine selbstbewusste Reihe von Formen mit dem Gewicht und dem Rhythmus von Wörtern, die nichts buchstabieren.
Falsch im Sinne von unwahr war daran nichts. Das Bild war ordentlich, das Licht stimmte, und die Schrift hat versagt, indem sie genau so aussah wie Schrift. Erzeugte Bilder scheitern in dieser Richtung, und deshalb hilft schärferes Hinsehen nicht.
Die Anfrage hinter dem Plakat
So fragt Frank Domnick heute, vollständig, mit dem Format vor allem anderen.
- Format DIN A2 hoch, 420 mal 594 Millimeter, und komponiere für dieses Verhältnis, statt später darauf zu beschneiden.
- Ein Werkstatthof an einem Spätsommerabend, Dreiviertelansicht, vom Hoftor aus gesehen.
- Zwei geflochtene Weidenkörbe auf einer Bank, der vordere halb fertig, mit aufragenden Staken.
- Siebdruckplakat: vier Volltonfarben, sichtbare Papierstruktur, keine Verläufe und kein Leuchten.
- Tief stehende Sonne von links, lange Schatten quer über den Hof.
- Das obere Drittel des Bildes bleibt leer.
- Keine Schrift, keine Buchstaben, kein Schild irgendwo im Bild.
Das Format wird zuerst entschieden, weil ein Nachbeschnitt nichts hinzufügen kann: Ein quadratisches Bild hochkant beschnitten verliert den Hof, und keine Nachbearbeitung legt zurück, was nie gezeichnet wurde. In Deutschland ist das keine Geschmacksfrage. DIN A2 ist die Größe, für die die Druckerei einen Preis nennt und in die der Plakatständer am Marktplatz passt, und das Seitenverhältnis der A-Reihe ist eines und dasselbe von A0 bis A6.
Der halb fertige Korb mit den Staken arbeitet leiser. Er ist eine Besonderheit, und er ist es, was zwei Durchläufe dieser Anfrage überhaupt vergleichbar macht, denn ein nur allgemein beschriebenes Bild verändert sich an hundert Stellen gleichzeitig.
Die vierte Zeile ändert am meisten, und sie ist in Druckereiwörtern geschrieben statt in Kunstwörtern. Weggelassen kommt die Voreinstellung: etwas Fotografisches, weich beleuchtet, mit einem Verlauf im Himmel, weil die größte Zahl von Bildern so aussieht. Vier Volltonfarben und keine Verläufe ist eine Vorgabe, die ein Drucker wiedererkennt, und sie nützt mehr als jedes Eigenschaftswort über Stimmung.
Die letzten beiden Zeilen gibt es wegen der Schrift. Das Modell zeichnet Buchstabenformen, keine Buchstaben, also setzt die Schrift ein Mensch. Wer das obere Drittel frei anfordert, bekommt ein Plakat mit einem Platz für den Namen, den eine Person setzt, in einer Schrift, die jemand ausgesucht hat, in einer Größe, die auf einem Anschlagbrett im Dorf noch zu lesen ist.
Drei Dinge nur zusammen
Frank Domnick mochte an einem Abend das vierte Bild und hat es am nächsten Morgen nicht wiedergefunden. Den Seed aufheben, sonst ist die Fassung, die gefiel, nicht wiederzufinden: Der Seed ist das Ausgangsrauschen, aus dem das Bild herausgearbeitet wurde, und ohne ihn ergeben dieselben Wörter jedes Mal einen anderen Hof.
Der Seed allein reicht auch nicht. Dieselbe Anfrage und derselbe Seed auf einer anderen Modellversion sind ein anderes Bild, also müssen die drei als Satz aufgeschrieben werden. Sind sie es, wird die eigentliche Arbeitsweise verfügbar: Immer nur einen Begriff ändern, bei festem Seed, sonst ist nichts vergleichbar. Wird Spätsommerabend gegen bedeckter Mittag getauscht und alles andere festgehalten, ist der Unterschied auf dem Schirm das, was dieses Wort tut, und anders lernt niemand je, was die Wörter tun.
Die Zeile unter dem Bild
Diesen Abschnitt hat die englische Fassung nicht. Frank Domnick verkauft die Körbe auch im eigenen Onlineshop, und dort steht der fotografierte Korb inzwischen in einer erzeugten Diele: Holzboden, Fenster, Morgenlicht. Der Korb ist echt, der Raum nicht. Ein erzeugter Hintergrund hinter echter Ware bekommt eine Zeile darunter, und die lautet hier: Erzeugte Bildumgebung; der abgebildete Korb ist das gelieferte Stück.
Seit August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der KI-Verordnung, und erzeugte Inhalte müssen als erzeugt erkennbar sein. Der Satz unter dem Bild erledigt die Hälfte davon, die ein Mensch liest. Die andere Hälfte ist maschinenlesbar und heißt in der Praxis Content Credentials. Wer im Handel arbeitet, hat dazu noch einen älteren Grund, der mit Modellen nichts zu tun hat: Ein Bild, das die Ware zeigt, muss die Ware zeigen, und ein erzeugtes Geflecht, das anders geflochten ist als das gelieferte, ist eine Angabe über das Produkt.
Ein Stil, in dem jemand steckt
Die Versuchung des ersten Abends ist, die Anfrage mit dem Namen einer Plakatkünstlerin zu beenden, die Frank Domnick bewundert, die lebt und die Drucke verkauft. Wer eine lebende Person nennt, hat eine Person genannt und keine Stileinstellung. Was er wirklich wollte, stand die ganze Zeit in der Zeile über das Druckverfahren, und es hat drei Sätze Siebdruckvokabular gekostet statt eines Nachnamens.
Dieselbe Linie läuft durch die anderen Ausgaben und wird dabei schärfer. Stimme und Ton ist die Stelle, an der sich am schwersten ausweichen lässt, denn eine Stimme, die fast jemandes ist, gehört jemandem, und den Rundfunkspot für den Markt hat aus diesem Grund eine Person aus dem Verein gesprochen. Bei bewegten Bildern kommt das Recht am eigenen Bild dazu, sobald in einer erzeugten Marktszene Gesichter zu erkennen sind, die es gibt.
Die Ordnung
Das Steuern dort lernen, wo ein Versuch vier Sekunden kostet
Alles Übertragbare am Steuern einer Ausgabe ist auf stehenden Bildern am billigsten zu lernen und zahlt sich danach überall aus.
- hier anfangenBilderEine Änderung und ihre Wirkung, nebeneinander, in Sekunden01
- 02TexteWas die meisten brauchen, und eher ein Überarbeiten als ein Fragen
- VideoWo die erzeugte Hilfe am echten Material das erzeugte Material schlägt03
- 04Stimme und TonWo die Person hinter der Ausgabe aufhört, ein Gedanke zu sein
- CodeDie einzige Ausgabe, die eine Maschine prüft, und darum zu leicht geglaubt05
Es stehen keine Daten daran und keine Wochen dahinter. Es ist eine Reihenfolge und sonst nichts; zwei davon werden vielleicht nie erreicht.
Bei Bildern anfangen: dort kostet ein Versuch vier Sekunden
Der Anfang ist Bilder, ganz gleich, was am Ende entstehen soll, denn dort liegen eine Änderung und ihre Wirkung in vier Sekunden nebeneinander. Alles Übertragbare am Steuern einer Ausgabe wird dort billig gelernt und danach auf Medien angewandt, in denen jeder Versuch langsam oder teuer ist.
Textentwürfe kommen als zweites und sind weniger ein Problem des Fragens als eines des Überarbeitens: Der zweite Durchgang über den eigenen Entwurf ist die Arbeit, und kein Seed hilft dabei. Video ist das dritte, und die nützliche Hälfte davon ist die erzeugte Hilfe an echtem Material, nicht das erzeugte Material. Codegenerierung steht neben allem: Es ist die einzige Ausgabe, die eine Maschine prüfen kann, und genau deshalb wird ihr aus dem falschen Grund am leichtesten geglaubt.
Der Halt ist das Nachwürfeln
Hier hören Menschen in dem Moment auf, besser zu werden, in dem Nachwürfeln billiger wird als Nachdenken. Das Bild stimmt nicht, der Knopf ist da, und ein Druck darauf bringt in vier Sekunden ein anderes Bild, was sich nach Arbeit anfühlt und einem Spielautomaten näher ist. Als Halt fühlt es sich nicht an, weil ununterbrochen Ausgabe ankommt.
Der Nachweis ist, ob sich sagen lässt, was ein einzelnes Wort der eigenen Anfrage tut. Nach tausend Würfen hat jemand tausend Bilder und keine Methode; nach zwanzig überlegten Änderungen einzelner Begriffe auf einem festen Seed hat er ein Vokabular, das beim nächsten Auftrag trägt. Der Hof in Lichtenfels hat elf Versuche gekostet, bei neun davon war genau eine Zeile anders.
Drei Werkzeuge und ein Standard, Stand 2026
ComfyUI zeigt Seed, Sampler und Modellversion, statt sie wegzuräumen, kostenlos und quelloffen, Stand 2026, und hat das Textfeld ersetzt, das die Einstellungen beim Schließen wegwirft. Es schreibt Anfrage, Seed und Modellversion in die Bilddatei, womit die Wiederholbarkeit durch Ablage gelöst ist statt durch Disziplin. Es läuft außerdem auf dem eigenen Rechner, was für einen Betrieb, der Kundenfotos verarbeitet, die erste Frage beantwortet.
Content Credentials, der Standard C2PA, hängen einen signierten Vermerk darüber an eine Datei, wie sie entstanden ist, und wandern mit ihr, Stand 2026. Ersetzt haben sie die Bildunterschrift, die niemand prüfen konnte. Die Spezifikation ist offen und kostenlos, die Unterstützung in Kameras und Bildprogrammen wächst, statt vollständig zu sein, und die ehrliche Auskunft lautet: Bewiesen wird, was erklärt wurde, nicht, was wahr ist.
Inkscape setzt die Schrift, kostenlos und quelloffen, Stand 2026, und hat das Erfragen der Beschriftung beim Modell ersetzt, das Formen zurückgibt, die beinahe Buchstaben sind. Das Plakat ist ein erzeugtes Bild unter einer Vektorschrift, und so bleibt es auch änderbar, wenn im März die Standliste eine andere ist.
Bleibt die Frage, die das freie obere Drittel nur aufschiebt. Frank Domnick erkennt ein gutes Plakat, weil er tausend Plakate gesehen hat, und das Steuern oben ist wertlos für jemanden, der das nicht kann. Das Urteil ist der knappe Teil, und aus keinem dieser Werkzeuge kommt es, was das Argument dafür ist, dass Grafikdesign nebenan liegt. Die engere Fassung derselben Frage, nämlich wie sich eine gute Ausgabe von einer plausiblen unterscheiden lässt, bevor jemand danach handelt, steht unter Prompt-Engineering.